Journalistin
in München

Re­cher­chie­ren, zu­hö­ren, ana­ly­sie­ren, auf­schrei­ben: Als aus­ge­bil­de­te Re­dak­teu­rin habe ich mich spe­zia­li­siert auf re­cher­che-in­ten­si­ve Ar­ti­kel aus dem Um­welt- und Ge­sell­schaftsjournalismus. Denn erstens bin ich schlicht neugierig auf das, was Menschen und zu erzählen haben. Und zweitens halte ich die The­men Um­welt und Ge­sell­schaft für zwei der wich­tigs­ten un­se­rer Zeit.

So ticke ich als Journalistin

Feature & Reportagen

Als ausgebildete Redakteurin bin ich spezialisiert auf längere, recherche-intensive Artikelformen wie Feature und Reportagen. Beide setze ich für Print und Web jeweils artgerecht um.

Klare

Worte

Meine Artikel formuliere ich klar und einfach, wenn es passt auch emo­tio­nal-bel­le­tris­tisch, stets inhaltlich in­for­ma­tiv und lesenswert. Priorität haben für mich ein kau­sa­ler Text­auf­bau und in­halt­li­che Lo­gik.

Journalistische SEO 

Bei Web-Artikeln fließen auch SEO-Kriterien in meine Texte ein, sofern ich dadurch als Journalistin unabhängig bleibe. Wie das gelingt, zeige ich übrigens bereits seit 2017 Kolleg:innen des BR in SEO-Workshops.

  Referenzen
Worüber ich wo geschrieben habe

Journalistin bin ich bereits seit 2006, als ich mein Handwerk als Volontärin einer Regionalzeitung von der Pieke auf lernte – inklusive Taubenzüchter-Besuch und Gemeinderatssitzungen bis Mitternacht, versteht sich. Im Anschluss daran habe ich die angebotene Redakteursstelle bewusst abgelehnt, um als freie Journalistin für ganz unterschiedliche Medien schreiben zu können.

Seither sind meine Artikel in diversen Medien erschienen von der klassischen Regionalzeitung bis zum renommierten Magazin. Hier zeige ich eine klitzekleine Auswahl der für mich prägendsten Recherchen und Artikel der vergangenen Jahre.

SZ Magazin | Feature | Chemikalien

Ein Artikel der ersten Stunde, auf den ich bis heute immer wieder angesprochen werde und dessen Recherchen mein Umweltbewusstsein nachhaltig geprägt haben. 

Die Welt wird weiblicher

...und das ist keine gute Nachricht.

Am Anfang war es nur eine Abweichung vom statistischen Standard: Ein paar mehr Mädchen kamen zur Welt, ein paar weniger Jungen. Frauen bekamen häufiger Brustkrebs, Männer hatten weniger Spermien. Wissenschaftler aus der ganzen Welt analysierten die Daten, die sich in manchen Industriestaaten bis in die Fünfzigerjahre zurückverfolgen lassen. Sie verglichen die Statistiken von Europäern, US-Amerikanern, Japanern. Sie stutzten. Sie schlugen Alarm.

Die EU gab ihnen Geld. Aktuelle Projekte erhalten eine Million Euro pro Jahr – zu wenig, sagen die Forscher: Sie vermessen die Geschlechtsteile männlicher Babys und die Hoden erlegter Eisbären, bewerten die Zahl neugeborener Mädchen, bitten Tausende Rekruten zur Masturbation, zählen Spermien, zählen Fische, zählen die Embryos lebend gebärender Schnecken. Sie sagen: Wenn... weiterlesen


Spiegel Online | Nachruf | Helmut Kohl

Ob ich einen "etwas anderen" Nachruf auf Helmut Kohl schreiben wollen würde? Klar würde ich wollen, antwortete ich damals meinem Redakteur. Der Text ergänzte die Nachruf-Serie auf den Altbundeskanzler.

Die pfälzische Saumagen-Diplomatie

Für wichtige Treffen bevorzugte Helmut Kohl privates Ambiente, lotste führende Politiker nach Deidesheim und umgarnte sie in seinem Stammrestaurant, oft erfolgreich. Ein Staatsgast jedoch zeigte ihm die kalte Schulter.

Als Helmut Kohl mit seinem Gast in dem Pfälzer Nobelrestaurant eintraf, stand das Rote Telefon längst bereit. Die Männer vom KGB hatten es in einem der Zimmer mit dunkler Holzverkleidung aufgebaut. Wappen alteingesessener Familien prangten an den Wänden. Michail Gorbatschow sollte auch in der deutschen Provinz nicht von der Weltpolitik abgeschnitten sein.

Ein Aufgebot wie an jenem 10. November 1990 hatte das 4000-Einwohner-Örtchen Deidesheim noch nicht erlebt. Die Tage vor der Ankunft der beiden Politiker prägten sich Artur Hahn, Besitzer des Deidesheimer Hofs, tief ein: Wochenlang hatte der russische Geheimdienst sein Haus, ein Fünf-Sterne-Hotel und Gourmetrestaurant am zentralen Marktplatz der Weinstadt, "auf den Kopf gestellt". Spürhunde hatten... weiterlesen


BR24 | Feature | Piloten

Als Mädchen war ich lange überzeugt, dass ich Pilotin werden wollte. Geworden bin ich dann erst Althistorikerin, anschließend Journalistin und SEO-Expertin. Klar, dass ich dieses Thema einfach umsetzen musste.

Von wegen Traumjob Pilot

Sie setzen sich krank ins Cockpit, übermüdet, verunsichert: So schildern Piloten ihren Alltag. Reine Behauptungen? Oder bittere Wahrheit? BR24 ist auf Spurensuche gegangen und auf eine Branche gestoßen, die der Ruf nach billig an den Abgrund treiben könnte.

Matthias Meier hat Hunger, als er sich ins Cockpit des Ferienfliegers setzt. Mehrere Kilo hat er bereits verloren - nicht, weil er auf seine Figur achten müsste, sondern weil er sparen muss: an seiner Miete, seinen Versicherungen, seinem Essen. So hat Matthias Meier BR24 seinen Alltag als Pilot geschildert. Er heißt eigentlich anders, hat aber nur unter der Bedingung einem Interview zugestimmt, dass er in keiner Weise identifizierbar ist. Er ist einer von europaweit zwei Piloten, die sich nach wochenlangen Bemühungen überhaupt aus der Deckung gewagt haben. Er sei auch schon krank zur Arbeit gegangen. Egal. Er habe schließlich für den Flug gezahlt, er konnte ihn nicht einfach verfallen lassen.

Richtig gelesen: Der Pilot Matthias Meier behauptet, für den Flug mit dem Jet bezahlt zu haben, den er quer durch Europa steuerte. Matthias Meier sagt, er habe... weiterlesen


Hochzeitswahn Magazin | Reportage | Alzheimer

Nein, es ist weder die Süddeutsche Zeitung, noch Spiegel Online, in der diese Reportage erschienen ist. Ein kleines Hochzeitsmagazin hatte mich darum gebeten, die Geschichte einer großen Liebe aufzuschreiben. Und was für eine Geschichte mir Gretel Hainke damals erzählte! Sechs Stunden lang sprach ich mit der alten Frau, und bis heute verursachen mir die Erinnerungen daran Gänsehaut.

Die Geschichte einer großen Liebe

Es gibt Momente, da stockt Günther Hainke mitten im Satz, mitten in der Bewegung, hält inne und blickt seine Frau unvermittelt an. Er sagt dann die drei Worte, sagt „ich liebe dich“. Es sind seltene Momente geworden, wertvolle Augenblicke. Gretel Hainke weiß, dass sie sie festhalten muss, um den täglichen Kampf nicht aufzugeben, nicht einzubrechen, zu kapitulieren vor ihm, dem Fremden, der da vor zwei Jahren eines Tages vor der Tür stand, nicht um Einlass bat, sondern einfach eintrat in das Leben von Gretel und Günther Hainke. 65 Jahre nachdem sie sich zum ersten Mal zugezwinkert hatten, der einfach Besitz ergriff von Günther Hainke, dem ehemaligen Boxtrainer – dem Sportler, dem Kämpfer, und der ihm Runde um Runde mehr zusetzt, bis er ihn eines Tages K. o. schlagen wird, unnachgiebig, unbarmherzig, unausweichlich, der Fremde namens Alzheimer. Gretel Hainkes Stimme bricht, als... weiterlesen


Spiegel Online | Feature | Umwelt

Ein kritisches Feature im Auftrag der Wirtschaftsredaktion von Spiegel Online, mit dem ich mir damals nicht nur Freunde gemacht habe. Beeindruckend waren die Recherche und die Reise ins Werratal zu K+S dennoch.

Umweltverschmutzung durch K+S: Die dunkle Seite des Börsenstars

Der Dax-Konzern K+S versalzt mit seinen Bergwerken Flüsse, Böden und Grundwasser – mitten in Deutschland. Das alles auf der Grundlage von Grenzwerten, die zum Teil noch aus dem Zweiten Weltkrieg stammen. Doch jetzt will die EU einschreiten.


Die Erde kann nicht mehr. Unablässig quillt Wasser aus dem Boden, das doch eigentlich von den mächtigen Gesteinsschichten in hunderten Metern Tiefe gehalten werden sollte. Rund eine Milliarde Kubikmeter hochkonzentrierte Salzlauge lagert unter Deutschlands Mitte. An 18 Stellen drängt das Wasser inzwischen an die Oberfläche. So auch auf einer Wiese in der Nähe des Kaliwerks Heringen an der Grenze von Thüringen und Hessen. Der Boden ist weich und nass, an einigen Stellen schimmern Pfützen in der Sonne. Für die Landwirtschaft ist die Wiese unbrauchbar geworden. Salzpflanzen, die sonst nur in Meeresnähe wachsen, haben sich breitgemacht.


Verantwortlich ist ein deutscher Börsenliebling: das Dax-Unternehmen K+S und seine Vorgänger. K+S baut im Werra-Tal Kalisalz ab, um daraus Dünger zu gewinnen... weiterlesen


Über mich

Warum ich Journalistin geworden bin? Weil ich neugierig bin, weil ich Menschen kennenlernen will, vor allem aber, weil ich süchtig bin nach dem Schreiben. Diese Sucht braucht Futter, Geschichten, die ich aufschreiben kann, Geschichten, die erzählt werden müssen, die die Welt hören muss. Heute bin ich nicht nur freie Journalistin. Ich bin auch SEO-Texterin, SEO-Trainerin und Bloggerin.

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