Linkbuilding? Schon mal gehört den Begriff? Linkbuilding ist die gezielte Verlinkung von Beiträgen innerhalb (und außerhalb) einer Website – und eines der effektivsten SEO-Werkzeuge. Warum das so ist und wie effektives internes Linkbuilding gelingt, das erkläre ich in diesem Artikel. Externe Links sind noch wichtiger, warum, wieso, weshalb, darauf gehe ich aber zu einem späteren Zeitpunkt in einem eigenen Artikel meines Text- und SEO-Blogs ein.

Der Vollständigkeit halber weise ich gern nochmal darauf hin, dass eine gute Google-Platzierung nie von einer einzelnen Optimierungs-Maßnahme abhängt. Einfluss haben diverse Faktoren wie ein guter Texteinstieg, die Verweildauer der Leser und die Qualität der Artikel. Um aber zu verstehen, warum Links für die Suchmaschinenoptimierung von Websites und Blogs so wichtig sind, muss man zunächst verstehen, wie Google Websites sieht – nämlich in mehreren Dimensionen.

Wie Google interne Links auf Websites analysiert

Klicken wir auf eine Website und sehen wir einen Link, ist uns klar: Da geht’s zu einem weiteren Artikel mit ähnlichem Inhalt. Ob es von diesem Artikel aber wiederum einen Link zu einem dritten Artikel gibt, wissen wir dagegen noch nicht. Das können wir erst sehen, wenn wir den zweiten Artikel angeklickt haben. Google ist da schneller und weitsichtiger – logisch, so als Algorithmus sollte einem das ja auch leichtfallen.

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Was das Crawlen von Links bedeutet

Jedenfalls sieht Google nicht nur den Link auf der ersten Seite, sondern überprüft auch binnen Tausendstel-Sekunden, ob es weitere Links zu jeweils ähnlichen Themen nicht nur in dem zweiten, sondern auch in dem dritten, vierten, x-ten dahinterliegenden und jeweils verlinkten Artikel gibt. Dieses Prüfen nennt man – stark verkürzt erklärt – crawlen. “To crawl” bedeutet krabbeln, und nichts anderes macht auch Google: Die Suchmaschine krabbelt von einer Seite zur nächsten und überprüft so, welche Themenschwerpunkte die komplette Website hat.

Findet Google dann zu einem Thema gleich mehrere, im Idealfall sogar dutzende Artikel, ist das für Google ein Hinweis darauf, dass da Experten am Werk sein könnten. Das wiederum hat Einfluss auf das Ranking, also die Positionierung eines Artikels auf den Suchergebnis-Seiten von Google, weil Google seinen Nutzern ja Mehrwert bieten will, zu SEO-Denglisch also guten Content. Und den bieten nun einmal Experten.

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Regeln für gutes Linkbuilding

Um Artikel richtig zu verlinken, gibt es ein paar Regeln, die sich etabliert haben:

1. Verlinke nicht nur von neuen auf alte Artikel, sondern auch von alten Artikeln auf neue

Es reicht nicht, wenn Google nur Einbahnstraßen beim Crawlen vorfindet, also vom jüngsten zum ältesten Artikel durch die Website-Struktur krabbeln kann. Google muss das auch umgekehrt können, also von einem älteren Artikel aus zu neueren finden. Aber: Bis ein Artikel mal bei Google auf der ersten Seite landet, vergeht in der Regel viel Zeit. In dieser Zeit beobachtet Google den Artikel und entscheidet immer wieder neu abhängig vom Verhalten der Nutzer und diversen anderen Faktoren, an welcher Position der Artikel gelistet wird. Dadurch verändert sich die Platzierung immer wieder und der Artikel rutscht im besten Fall immer weiter nach vorne.

Ältere Artikel haben mehr Gewicht als jüngere

Das heißt aber auch: Ältere Artikel haben oft mehr Gewicht als jüngere. Das bedeutet, dass SEO-bedachte Seiten-Admins nicht nur daran arbeiten, von aktuellen Artikeln auf ältere Artikel zu verlinken, sondern vor allem ältere Artikel immer wieder mit Links zu jüngeren Artikeln zu aktualisieren. Das braucht Zeit, aber es ist gut investierte Zeit. Erst dann nämlich entsteht aus Google-Sicht bildlich gesprochen ein riesiges Netz aus Link-Straßen, die mal links abbiegen, mal rechts, die mal in zwei Richtungen befahren werden können und mal in eine. Damit landet der Google-Crawl hoffentlich erst sehr spät in einer Sackgasse und befindet, dass die Website eine enorme Tiefe zu einem bestimmten Suchbegriff hat, ergo guten Content für die Google-Nutzer bietet und damit auf den ersten Suchergebnis-Positionen rangieren darf. Dadurch können einzelne Artikel letztlich den Wert der gesamten Website beeinflussen.

2. Setze die Links möglichst weit oben

Googles Algorithmus liest Texte und analysiert sie. Das macht Google zwar sehr schnell, trotzdem ist es entscheidend, ob Google beispielsweise in einer Tausendstel oder einer Hundertstel die Infos findet, die Google braucht. Weil Google Texte von oben nach unten scannt, kann Google die obenstehenden Links eines Artikel einen Tick schneller crawlen als unten stehende. Wichtiger noch: Google geht davon aus, dass der grobe Inhalt jedes Artikels in den ersten Sätzen umrissen ist. Deswegen sollten im ersten Absatz nicht nur die entscheidenden Keywords stehen, sondern auch Links zu thematisch ähnlichen Artikeln.

3. Verlinke Schlagworte oder aussagekräftige Satzteile

Früher lauteten Linktexte gerne mal auf ein “Klicke hier”. Weil das aber keinerlei inhaltliche Aussagekraft hat, sollten Links erstens im organisch gewachsenen Text stehen und zweitens auf eine verständliche, kurze Phrase oder ein Schlagwort gesetzt sein. Ganze Sätze zu verlinken macht dagegen wenig Sinn, weil erst die Kombination aus thematisch eindeutigem Schlagwort und Link Google verständlich macht, worum es in dem verlinkten Artikel geht.

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Praxisbeispiel effektiven internen Linkbuildings

Dieser Artikel soll im Idealfall nach einiger Zeit möglichst weit oben bei Google unter Suchbegriffen rund ums Thema Linkbuilding, SEO und Google gelistet sein. Dazu wird es nicht reichen, dass ich diesen Artikel hier schreibe und mit den bisher erschienenen Blogartikeln verlinke. Mit der Zeit aber werden weitere Artikel dazukommen, die sich mit SEO, Google und Linkbuilding befassen, und sofern ich auch ansonsten alles richtig mache, müsste auch dieser Artikel irgendwann in den Ergebnisseiten nach oben rutschen. Dass das kein reines Theoriegefasel ist, sondern wirklich funktionieren kann, zeige ich euch an diesem Beispiel:

Spitzenplatzierungen bei Googles Text- und Bildersuche

Auf einer meiner anderen Websites hat SEO-ideales Schreiben inklusive internem Linkbuilding nämlich bereits bestens funktioniert: Wer auf der Suche nach Dienstleistern für seine Hochzeit in Bayern ist und nach “Branchenbuch Hochzeit Bayern” sucht, der findet auf den ersten drei (!) Plätzen Links zu meinem bayerisch-österreichischen Hochzeitsblog Hochzeitsgezwitscher – auch die ersten 16 (!) Bilder in der Bildersuche stammen aus dem Branchenbuch des Blogs (Stand Dezember 2018). Für mich ist die gute Google-Platzierung entscheidend, weil ich mit dem Blog Geld verdiene. Das Branchenbuch ist ein Teil des Finanzierungskonzepts.

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Wie WordPress beim internen Linkbuilding hilft

Sowohl diese Website samt zugehörigem Blog als auch mein Hochzeitsblog basieren auf dem CMS WordPress. Ja, WordPress hat seine Tücken. Ja, ich fluche auch gelegentlich über so manches WordPress-Zipperlein. Aber trotzdem ist WordPress für mich derzeit alternativlos. Beim internen Linkbuilding hilft WordPress ungemein, und weil mir dieses Feature auch lange nicht bewusst war, hier ein paar Worte dazu: Wenn ihr bei WordPress einen internen Link hinzufügen wollt, öffnet sich zunächst ein Fenster, in das ihr den Link in seiner ganzen hübschen Länge entweder eingeben könnt, oder aber einfach ein Stichwort.

Chronologisch sortiert zeigt euch WordPress dann zunächst alle Artikel an, die das Schlagwort im Titel führen und anschließend alle Artikel, in denen das Schlagwort irgendwo im Text vorkommt. Jetzt müsst ihr nur noch den Artikel auswählen. Fertig. Vor allem die Suche nach Schlagworten hilft beim internen Linkbuilding ungemein, wenn ihr große Websites betreibt und vielleicht nicht von allen vierhundert Artikeln den exakten Titel im Kopf habt.